Jupiter Jones
Ich Trag Den Sarg, Du Trägst Was Buntes (Indie Exclusive/Green Vinyl)
LP
Jupiter Jones veröffentlichen ihr neues Album „Ich Trag Den Sarg, Du Trägst Was Buntes“ auf Mathildas und Titus Tonträger. Bei Jupiter Jones war es die gute Sorte Blutvergießen in den letzten zwei Jahren. Herzblut und so. Die Band hat an einem neuen Album gearbeitet, das sie ohne falsche Bescheidenheit bereits jetzt ihr bestes nennen möchte. Sicher ist jedoch: es ist das wichtigste Jupiter-Jones-Album ihrer bisherigen Bandgeschichte. Nach dem pandemiebedingt fragmentierten Vorgänger „Die Sonne Ist Ein Zwergstern“, der aus langen, teils digitalen Sessions und vorsichtigem Neujustieren entstand, durfte diesmal vieles anders laufen. Jupiter Jones zogen sich gemeinsam mit ihrem langjährigen Wegbegleiter Andreas Weizel in Sascha Eigners Studio in Hamburg zurück und schrieben einfach. Intuitiv, direkt, gemeinsam. Die Intuition der frühen Jahre trifft dabei auf ein heutiges „bisschen mehr ausgecheckt sein“. Die Band dreht gern mal auf elf, versteckt sich aber nicht vor dem Pop oder den Pop vor sich. Es entstehen Songs, die Tacheles reden, Liebeslieder schreiben und zugleich nach vorn wie nach hinten schauen. Vorwärts ist diesmal ganz bewusst auch eine Richtung. Alle Songs wurden als Band eingespielt, mit den Menschen, mit denen Jupiter Jones diese Band sind. Entsprechend authentisch fühlt sich das Ergebnis an. Trotz - und wegen - der Welt, wie sie ist, wurde bei den Aufnahmen viel gelacht. Gleichzeitig lässt sich „Ich Trag Den Sarg, Du Trägst Was Buntes“ an entscheidenden Stellen als das bislang klarste politische Statement der Band verstehen. Ambivalenz gehört seit fast 25 Jahren zur DNA von Jupiter Jones: ein bisschen nach hinten, ein bisschen nach vorn, und immer in mehrere Richtungen zugleich, ohne zu schielen. Oder anders gesagt: Keine Rede von pulsierenden Beats, peitschenden Gitarren und gesprengten Genre-Grenzen. Obwohl natürlich all das zutrifft.